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Vorstellung Kenia #5 / Introduction Kenya #6

In der 2010 verabschiedeten kenianischen Verfassung wird allen Bürger*innen das „Recht auf eine hochwertige und bezahlbare Gesundheitsversorgung“ zugesprochen. Ziel ist es diese bis 2030 zu gewährleisten. Obwohl es durch das Wirtschaftswachstum in Kenia auch deutliche Fortschritte im Gesundheitssektor gibt, sieht die Realität noch anders aus.


Die häufigsten Krankheiten, die in Kenia behandelt werden sind Tropenkrankheiten wie Malaria, HIV oder Hepatitis. So sind beispielsweise ca. 7-8% der erwachsenen Bevölkerung (15-49 Jahre) in Kenia HIV-positiv. Auch Mangelernährung und die Kindersterblichkeit stellen große Probleme dar. Inzwischen steigen zudem die Fallzahlen von nicht-übertragbaren chronischen Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Herzkrankheiten, jedoch fehlen hier oft die Mittel zur Behandlung.


Generell gibt es in Kenia staatliche, private und auch kirchliche Gesundheitseinrichtungen. Dabei gibt es kaum ambulante Praxen, sondern die Versorgung findet vor allem in Krankenhäusern statt. Vor allem in ländlichen Regionen ist der Zugang zur Versorgung allerdings schlecht und Patient*innen müssen oft lange Reisen auf sich nehmen. Die staatlichen Krankenhäuser sind oft in schlechtem Zustand. So sind Ausrüstungs- und Personalmangel und lange Wartezeiten die Regel.


Weiterhin gibt es keine flächendeckende Krankenversicherung. Lediglich ca. 20% der Bevölkerung - zumeist Arbeitende in einem formellen Arbeitsverhältnis - erhalten durch eine Krankenversicherung Unterstützung. Die gesundheitliche Versorgung der Kinder im Heart Children’s Home stellt daher ein wichtiges Standbein dar, welches mit euren Spenden unterstützt wird.


Zur Unterstützung des Gesundheitssektors gibt es allerdings einige Programme von NGOs, Pharmaunternehmen und Kirche, die versuchen Medikamente, Behandlungen und Untersuchungen auch in ländlichen Gegenden und für ärmere Bürger*innen bezahlbar zu machen. Generell ist außerdem ein deutlicher Fortschritt zu verzeichnen: die mittlere Lebenserwartung stieg von 51,7 Jahren im Jahr 2000 auf 66,6 Jahre im Jahr 2015.

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The Kenyan Constitution, adopted in 2010, grants all citizens* the "right to high-quality and affordable health care". The aim is to guarantee this by 2030. Although economic growth in Kenya has also led to significant progress in the health sector, the reality is still different.

The most common diseases treated in Kenya are tropical diseases such as malaria, HIV or hepatitis. For example, about 7-8% of the adult population (15-49 years) in Kenya is HIV positive. Malnutrition is also still a major problem. Meanwhile, the number of cases of non-transmittable chronic diseases such as cancer, diabetes or heart disease is increasing, but there is often a lack of treatment.

In general, Kenya has state, private and church health care facilities. There are hardly any ambulant practices, but care takes place primarily in hospitals. However, access to care is poor, especially in rural areas, and patients often have to travel long distances. The state hospitals are often in poor condition. Lack of equipment and personnel and long waiting times are the rule.

Furthermore, there is no comprehensive health insurance. Only about 20% of the population - mostly working in the formal sector - is partially protected by a health insurance which is why financing health care is often difficult for an overwhelming majority of the population. Therefore, the health care of the children in the Heart Children's Home is an important pillar that is supported by your donations.

In order to support the health sector, however, there are several programs of NGOs, pharmaceutical companies and the church, which try to make drugs, treatments and examinations affordable even in rural areas and for poorer citizens. In general, there has also been significant progress: average life expectancy has risen from 51.7 years in 2000 to 66.6 years in 2015.

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